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Das neue Buch von Stefan Hämmerle!

Stefan Hämmerle war dieses Jahr mehrere Wochen auf der Transhumanz in Spanien.

Buch Sierra Siena

„ Sierra, Serena“

Das neue Buch von Stefan Hämmerle gibt umfassende Einblicke in die Transhumanz in Spanien

"Transhumanz – Unterwegs in Spanien mit Nomaden, Pastores, Amigos“.

Transhumanz, der letzte Viehtrieb Spaniens
Sierra – Serena: Unterwegs mit Nomadys,
Pastores und Amigos auf dem Transhumanz,
dem letzten Viehtrieb Spaniens. Das heißt:
Erhaltung der Natur – Kultur – Tradition – Erlebnis
– Abenteuer für Alle.

" Nur wo Du zu Fuß warst, warst Du wirklich. "

Din A 6  /  142 Seiten/  Bebildert
Sonderpreis bis 15.04.2013 € 15,00 inkl. Versand danach € 17,80   
Bestellungen bitte per E-Mail an
stefan.haemmerle@t-online.de

Jesus GarzonHämmerle kritisiert den Flächenverbrauch in Deutschland, der den Weidezug erschwere. Auch der großflächige Maisanbau sei alles andere als hilfreich. Ein weiteres Hindernis sei die Bürokratie. Wenigstens stehen die Schäfer in Deutschland nicht allein auf der nicht mehr weiten Flur: „Die Probleme gibt es auch in Spanien“, sagt Hämmerle und erinnert an den Umweltaktivisten Jesus Garzon.

Er gilt in Spanien als Neubegründer der Transhumanz und hat das Thema wieder in die Öffentlichkeit gebracht. Wie Garzon nutzt Hämmerle jede Gelegenheit, auf das aussterbende Handwerk hinzuweisen.

Demnächst plant er ein Reisebuch mit biografischen Erlebnissen. Vorkommen soll darin auch die königlichen Schäfer-Wege in Spanien. Sie wurden im Mittelalter verbrieft, damit sich die Schäfer darauf ungehindert bewegen konnten.
Hämmerle, der gerne in philosophischen Ausführungen schwelgt, hält es mit einem Vergleich: „Das Leben hält für jeden andere Wege parat.“ Man muss sie nur zu nutzen wissen. (mcz) OKontakt

Mehr zum Thema gibt es im Internet unter: www.trunpa.eu.

Schafe und Ziegen März 2011

Festakt
Freitag, 3. 2. 2011, duschen, vorpacken und Blasen verpflastern. Dann ging es in die Innenstadt. Kurz nach 10:00 Frühstück war beendet, trieb es mich auf die Einkaufsmeile. Schon wurde ich umringt von festlich gekleideten Senioras in traditioneller Kluft, da kam auch schon die Musika. Vier Mann, auch im mittelalterlichen Gewand, ein Trommler, Klarinettist, Tomboyr und Trompete. Meine Baskenmütze gab Ihnen zu erkennen, dass ich irgendetwas mit Pastor, Transhumanz oder ähnlichem zu tun haben könnte. So erklärte ich auf Aleman meinen Weg nach Segovia. Das wurde mit Freude beklatscht und die Musika spielte für mich Anneliese, ach Anneliese. Diesen Schlager wiederholten Sie bis zum Tanz der Frauen. So besichtigte ich noch einiges und war pünktlich um 20 Uhr im Lokal zum Treffen. Punkt 20.30 Uhr, die Tür geht auf und Primitivo mit seiner Frau, Nacho mit Frau; Ricardo und eine ganz Schar mir unbekannter Menschen strömten ins Lokal. Die in schwarz gekleideten Kellner geleiteten alle in einen reservierten Raum. Noch stand ich ganz einsam und allein zwischen der Menschentraube. Da kam mein Amigo Jesus Gaston mit seiner Gemahlin. So wurde ich kurz vorgestellt, wir nahmen Platz und schon marschierte eine Blasmusik ein. Allerdings unter dem Spiel von Spanischer Musik. Jesus erklärte mir den weiteren Ablauf. Nach dem Musikaufspiel folgt die Ehrung von Primitivo durch verschiedene Persönlichkeiten unter anderem einem Tierarzt in höherer Position, der sich verstärkt für den Transhumanz einsetzt, einem Poet, Jesus und im Anschluss darf ich meine Glückwünsche aus dem Allgäu überbringen, er wird mich übersetzen. Zur Vorspeise wurde Käse vom feinsten mit Weißbrot gereicht, die Musik stellt ihr Spiel ein und es begann die Ehrung. Ja, der Primitivo war sichtlich stark beeindruckt. Ein bisschen spürte man ihm an, es war eine völlig ungewohnte Situation für den Pastor und seine blauen Augen konnten die Tränen eines verdienten Mannes nicht verstecken. Da kommen einem schon die Geschichten in Erinnerung, die erzählen, Pastores sterben nicht im Bett, sie ziehen vorwärts mit der Herde und sterben in Gottes Hand in ihren Stiefeln im Sand der Sierra. Nun ergriff Jesus das Wort. rhetorisch aussagestark spricht er mit wenigen Worten sehr viel. Beifall, Klatschen, jetzt heißt es für mich auf. Mein Dank für die Einladung, mein Wunsch noch oft mit ihm in Gesundheit auf den Hirtenzug zugehen. Insbesondere möge er sein Wissen, seine Erfahrung an die Jungen weitergeben. Weder vor dem König, dem Politiker, noch vor dem Reichen ziehe ich meine Kappe, aber vor einem großen Pastor, vor meinem Amigo, nehme ich die Baskenmütze ab.

Beeindruckende Gesten
Jesus übersetzte meine wenigen Sätze, da standen die Senioras, Seniores bereits auf und applaudierten weniger meine Worte, aber meine Geste, denn dass ich als Fremder so handle war für sie außergewöhnlich. Die Seniora vom Veterinär erklärte mich darauf als anerkanntes Mitglied in der großen Familie des Pastores. Für mich eine unerwartete und nicht voraussehbare Geste meiner spanischen Freunde. Sie können mit mir dieses Jahr auf der Transhumanz rechnen. Dann war wieder Musika angesagt, doch zusätzlich spielte ein junger Mann Spanische und Argentinische Weisen. Für mich einfach ein Traum, so musste ich nach dem Hauptgang mit allen Damen aufs Parkett. Normal eine Freude, doch mit Blasen an den Füssen? So erlebte ich einen Abend, den ich nicht vermissen möchte und werde. Einsam sind die Tapferen, manchmal werden sie vom Leben belohnt und dürfen spüren, sie sind gar nicht ganz allein.Probeheft Schafe und Ziegen

Aktuelles Probeheft zum Herunterladen:

Abbobestellung Schafe und Ziegen aktuell: www.pressekatalog.de

Hämmerle und Berends

Handlungsreisender

Den Illertisser Autor hat nicht nur der Jakobsweg beeindruckt darüber schrieb er "Handlungsreisender zwischen Welten und Werten" sowie "Gedanken am Fluss" sondern auch die Transhumanz. Um Näheres über dieses überlieferte Wissen zu erfahren, hat es ihn wieder in den Südwesten Spaniens gezogen, in die Extremadura. Dort lernt er Hendrik Berends kennen, knüpft aber auch Kontakte zur spanischen Zeitung "EI Hoy", die über den deutschen Schriftsteller und sein Interesse an der spanischen Kulturgeschichte berichtet. Stefan Hämmerle zeigt sich von seinen Reiseerlebnissen noch ganz beeindruckt: "Ich denke, dass einige Leute außerhalb des Ortes geboren werden, wo sie eigentlich hingehören." Der Spanien Fan hat seine Reisen bislang ohne Kenntnis der Landessprache bewältigt und konnte irnmer auf freundliche Hilfe zählen.

Stefan Hämmerle · Grüntenweg 26 · D - 89257 Illertissen
© 2008 by Stefan Hämmerle · www.torrobuch.de E-Mail stefan.haemmerle@t-online.de·